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Schlaupelze

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Richtige Schlawiner sind sie oft, unsere heimischen Füchse. Heiner    war    an    der    Waffenkammer    der    Jagdgruppe    angekommen.    Einige    Jäger    der Jagdgruppe   standen   auf   dem   Parkplatz   und   unterhielten   sich.   Man   wartete   auf   sie   -   die Jagdleiterin.    Heiner    blieb    lieber    im    Auto    sitzen.    Ein    Kopfnicken    zur    Begrüßung,    das reichte.   Nach   kurzer   Zeit   traf   ein   Jungjäger   ein,   den   Heiner   gut   kannte.   Jürgen   hatte   zehn Jahre   warten   müssen,   ehe   man   ihn   endlich   zur   Jagdprüfung   zugelassen   hatte.   Gekämpft hatte   er,   hielt   alles   in   allem   mit   keiner   Meinung   hinter   dem   Berg,   bekam   dadurch   immer wieder   neuen   Ärger.   Er   war   Jäger   durch   und   durch,   jeden   Tag   draußen.   Heiners   Ansicht nach   sogar   zu   oft,   denn   er   hatte   Familie.   Seine   Sache.   Er   mochte   Jürgen,   basta.   Heiner kletterte   nun   doch   aus   dem   Auto   und   begrüßte   Jürgen,   der   wie   immer   gleich   von   den neusten    Jagdbegebenheiten    berichtete.    Und    wie    immer    redete    er    sich    dabei    so    in Begeisterung,    dass    man    von    seiner    Freude    einfach    mitgerissen    wurde.    Bei    Heiner mischte   sich   jedesmal   ein   klein   wenig   Wehmut   bei,   fast   war   er   neidisch   auf   Jürgen,   der ohne   Bittstellerei   zur   Jagd   gehen   konnte.   Wie   gerne   wäre   er   selbst   dabeigewesen   oder würde   ebenso   erzählen   können!   Wenn   er   nur   wüsste,   wann   er   endlich   selbst   zur   Prüfung angemeldet wird. Aber da schwiegen sich die Verantwortlichen aus.
Hildruth Sommer - Böttchergasse 6 - 99891 Tabarz/Thür. - Tel.:  036259 39999
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Richtige   Schlawiner   sind   sie   oft,   unsere   heimischen Füchse. Heiner   war   an   der   Waffenkammer   der   Jagdgruppe angekommen.      Einige      Jäger      der      Jagdgruppe standen   auf   dem   Parkplatz   und   unterhielten   sich. Man   wartete   auf   sie   -   die   Jagdleiterin.   Heiner   blieb lieber      im      Auto      sitzen.      Ein      Kopfnicken      zur Begrüßung,   das   reichte.   Nach   kurzer   Zeit   traf   ein Jungjäger   ein,   den   Heiner   gut   kannte.   Jürgen   hatte zehn   Jahre   warten   müssen,   ehe   man   ihn   endlich zur   Jagdprüfung   zugelassen   hatte.   Gekämpft   hatte er,   hielt   alles   in   allem   mit   keiner   Meinung   hinter dem   Berg,   bekam   dadurch   immer   wieder   neuen Ärger.    Er    war    Jäger    durch    und    durch,    jeden    Tag draußen.   Heiners   Ansicht   nach   sogar   zu   oft,   denn er   hatte   Familie.   Seine   Sache.   Er   mochte   Jürgen, basta.    Heiner    kletterte    nun    doch    aus    dem    Auto und    begrüßte    Jürgen,    der    wie    immer    gleich    von den    neusten    Jagdbegebenheiten    berichtete.    Und wie   immer   redete   er   sich   dabei   so   in   Begeisterung, dass   man   von   seiner   Freude   einfach   mitgerissen wurde.   Bei   Heiner   mischte   sich   jedesmal   ein   klein wenig   Wehmut   bei,   fast   war   er   neidisch   auf   Jürgen, der   ohne   Bittstellerei   zur   Jagd   gehen   konnte.   Wie gerne    wäre    er    selbst    dabeigewesen    oder    würde ebenso    erzählen    können!    Wenn    er    nur    wüsste, wann    er    endlich    selbst    zur    Prüfung    angemeldet wird.   Aber   da   schwiegen   sich   die   Verantwortlichen aus.
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